Jesus Christus spricht:
„Kein faules Wort komme aus eurem Mund, sondern nur eins, das gut ist zur notwendigen Erbauung, damit es den Hörenden Gnade gebe.“ Eph. 4,29
Wir haben an der Gemeindefreizeit festgestellt, dass wir unsere gegenseitige Kommunikation noch verbessern können. Und das richtige Reden ist eins der wichtigsten Instrumente, um unseren Schwerpunkt „Gemeinschaft“ entscheidend zu fördern.
Die Bibel spricht viel über das Reden miteinander. Der Leitvers für Juli/August vergleicht schlechte Worte mit einem vermoderten Baum oder einer verfaulten Frucht. Wenn wir unsere Phantasie zur Hilfe nehmen und uns vorstellen, dass plötzlich ein vergammeltes Stück Obst aus unserem Mund kommt, dann hält uns das vielleicht das nächste Mal davon ab, wenn wir versucht sind, den anderen mit einer gehässigen Bemerkung „niederzustrecken“.
Wir werden vielmehr dazu aufgefordert, unsere Worte durch einen zweifachen Filter zu schicken:
1) Dient das, was ich sagen will, dazu, mein Gegenüber aufzubauen?
Das heißt nicht, dass ich dem anderen nach dem Mund reden soll, sondern überlegen soll: Was hilft dem anderen jetzt weiter? Das Wort „notwendig“ bedeutet nämlich „dem jeweiligen Bedürfnis entsprechend“.
Das kann in einer Situation heißen, dass wir den anderen in seiner Überzeugung bestärken. In einer anderen Situation bedeutet es, dass wir den anderen korrigieren, aber nicht, indem wir dem anderen die Worte wie einen nassen Lappen um die Ohren hauen, sondern wie einen Mantel hinhalten, in den er hinein schlüpfen kann.
Der zweite Filter ist die Frage:
2) Wirkt sich das, was ich sagen möchte, positiv auf diejenigen aus, die mir zuhören?
Wörtlich steht an dieser Stelle: „damit es den Hörenden Gnade gebe“. Es kommt nicht in erster Linie darauf an, dass die Zuhörer unserer Worte nur ein gutes Gefühl haben. Sondern das Wichtigste ist, das der, den es betrifft und die, die zuhören, nach dem Gespräch sagen können: „Das hat mir geholfen!“ Und dass sie wissen: „Ich fühle mich angenommen und verstanden!“ Das hat dann automatisch ein positives Gefühl zur Folge!
Mögen unsere Worte wie Sonnenstrahlen der Gnade Gottes sein, die alles, was sie berühren, zum Blühen und Wachsen bringen.
Robert Mehlhaff, Pastor.